Schattenbahnhof: Einfache Rückmeldung in Kopfbahnhöfen

Wer mehr als genug Platz in seinen Schattenbahnhöfen hat, der muss sich um unterirdische Kopfbahnhöfen keine Gedanken machen. Die Mehrheit von Euch wird aber das Problem kennen:

Ihr habt immer zu wenig Platz im Schattenbahnhof

Vor allem in den Schattenbahnhöfen, weshalb wir diese auch optimal ausnutzen sollten. Aber gerade in unterirdischen Kopfbahnhöfen kann dies beliebig kompliziert werden.

Bei Verwendung von Rückmeldern (z.B. S88) taucht das Problem auf, dass der auslösende Radkontakt an unterschiedlichen Stellen des Gleisen aktiv werden wird. Besonders heikel ist die Situation, wenn der Zug rückwärts in das Stumpfgleis geschoben wird. Gerade bei Güterwaggons muss nur ein Radsatz verdreckt sein, und schon kommt es zu Entgleisungen.

Eine Alternative zu S88 Meldern sind Infrarotmelder– aber die müssen an jedem Gleisende einer Weichenstrasse vorhanden sein.

Eine wesentlich einfachere und zudem fast kostenlose Methode ist die Verwendungs von SRK‘s – Schutzgasrohrkontakten, oder auch Reedkontakte genannt. An dieser Stelle hatte ich schon einmal beschrieben, wie dies mittels “einfachster” Mittel funktioniert. Bei meinem dritten, und kleineren “Kopfschattenbahnhof” habe ich diese Methode nun mittels 3D Drucker optimiert.

Auf dem Eingangsbild oben könnt Ihr meinen speziellen Prellbock sehen, welcher am Ende eines Gleises steht: In der Nut eines feststehenden Teils ist ein beweglicher Schlitten. Auf dem Schlitten ist ein Neodym Magnet 1 es reicht aber auch jeder andere Magnettypaufgebracht. Über dem Schlitten befindet sich eine Brücke mit einem SRK.

Bewegt sich nun der Schlitten nach hinten, so wird der Magnet den SRK-Kontakt schliessen, sobald er sich unter diesem befindet. Die Aussparung im Schlitten dient dazu die Kupplung des dagegen rollenden Wagens aufzunehmen.

Fährt nun ein Wagen gegen den Schlitten, so wird der Magnet sich in die Nähe des SRK bewegen und der SRK schaltet durch. Verbindet ihr den Anschluß des SRK mit einem Massemelder (z.B. S88), so kann dieser von der Steuerungssoftware ausgewertet werden und der Zug hält genau am Gleisende an.

Zur Installation ist nichts weiter zu beachten. Ihr könnt jeden handelsüblichen, einfachen Schutzgasrohrkontakt (SRK) verwenden. Kleinere SRKs sind durchaus ausreichend und passen auch in den vorgefertigten Schlitz. Für grössere Versionen muss man den Aufnahmeschlitz ein wenig erweitern. Damit der Schlitten nach dem wegfahren des Zuges wieder in seine Ausgangsposition zurückkehrt, findet ihr ein Loch im Schlitten an dem ihr von unten einen normalen Gummiring befestigen könnt. Das andere Ende des Gummirings befestigt ihr dann im Gleis vor dem Schlitten, sodaß der Schlitten sich selbstständig zurückbewegt – detaillierter seht ihr das in unten stehendem Video. Achtet darauf, dass der Schlitten leichtgängig vor und zurückfahren kann – ggfs. den Gummiring etwas weniger stark wählen und um eine Befestigung verschieben.

Wenn ihr mehrere Gleise nebeneinander habt, so benötigt ihr nur einen einzigen S88 Kontakt, da ja jeweils immer nur genau ein Zug in ein Gleis einfahren kann. Sobald der Zug angehalten wird, könnt ihr ein kleines Stück vorfahren, sodaß der SRK nicht mehr aktiv ist. Alle so genutzten SRKs könnt ihr dann parallel an den S88-Melder anschliessen. Das sieht dann so aus:

Die 3D Druckdateien (OBJ Format) findet ihr im Downloadbereich. Wenn ihr es für eure eigenen Zwecke anpassen wollt, so sind dort auch die Entwurfsdateien für FreeCad.

Hier ein Bild des feststehenden Teils des Prellbocks:

Reedrelais_Basis

Falls der Schlitten etwas schwergängig in der Führungsnut ist, so reicht ein wenig abfeilen der Seiten und die Nutzung von etwas Schmierfett in der Nut.

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